
Gesundheitstipps
Gehen Sie mit
Ihrem jungen Welpen baldmöglichst zu einem Tierarzt
Ihres Vertrauens. Lassen Sie sich evtl. einen Termin
außerhalb der Sprechstunde geben, damit der Tierarzt
auch genügend Zeit hat um sich Ihren kleinen Freund
genauer anzuschauen. Es ist wichtig das der Welpe
Vertrauen zum Tierarzt bekommt und gerne in die Praxis
geht. Ein Hund der bei der Untersuchung entspannt und
ruhig bleibt, sich überall ohne Probleme anfassen lässt,
ist ein leicht zu behandelnder Patient, wenn es wirklich
mal nötig ist.
Üben Sie zu
Hause indem Sie ihn oft auf den Tisch stellen und auch
legen. Ihr Hund soll sich in beiden Positionen die
Ohren, Augen, Zähne und Pfoten anschauen lassen. Kneten
Sie ruhig ein wenig an ihm herum und reden Sie
beruhigend auf ihn ein bis er entspannt ist. Auch
Temperatur messen kann man zu Hause ohne Probleme üben.
Kaufen Sie sich ein Digitales Thermometer, welches Sie
nur für den Hund benutzen und üben Sie von Zeit zu Zeit
mal das Messen im After. Sollte ihr Hund dann mal krank
sein können Sie dies am ehesten überprüfen. Die normale
Temperatur liegt bei 38-38,5°C. Sollte Ihr Messergebnis
( in Ruhe ) deutlich darüber oder darunter liegen, gehen
Sie bitte zum Tierarzt.
Erbrechen und Durchfall
Erbrechen kann mal sein, wenn der Hund zuviel Gras
gefressen hat oder etwas unrechtes erwischt hat. Sollte
es vermehrt auftreten oder öfter nach dem Fressen und
der Hund evtl. aus dem Hals riechen, beim Trinken heftig
schlucken, mit evtl. Verschlucken oder auch Husten, dann
gehen Sie bitte zum Tierarzt. Gerade im Frühjahr und
Herbst erkälten sich die Hunde leicht, wenn sie in Bäche
gehen oder kaltes Wasser trinken.
Durchfall
kann von falscher Fütterung , Aufnahme von Spritzmittel
oder Kunstdünger gerade im Frühjahr wenn der Hund über
die Wiesen und Felder tobt, von Darmparasiten,
Infektionen, chronischen Organerkrankungen usw. kommen.
Hat Ihr Hund
mehrere Tage hintereinander oder immer wieder kommend
Durchfall, evtl. in Verbindung mit Erbrechen und
Futterverweigerung, dann suchen Sie bitte Ihren Tierarzt
auf und geben dem Hund zusätzlich Diätfutter welches Sie
bei Ihrem Tierarzt beziehen können. In schwereren Fällen
kann sich so eine Diät über mehrere Wochen bis Monate
hinziehen. In dieser Zeit sollte der Hund nichts anderes
zu fressen bekommen.
Leichtere
Beschwerden kann man mit Quark, Heilerde, Reis und
Nuxvomica in den Griff bekommen.

Ohren
Riecht Ihre Hund aus den Ohren oder hat einen
bräunlichen Belag darin, welcher nur schwer zu entfernen
ist und muss sich vielleicht noch häufig daran kratzen,
dann hat er wahrscheinlich eine Ohrenentzündung,
Ohrmilben, Ohrpilze oder einen Fremdkörper im Ohr. Sie
sollten dann auf jeden Fall zum Tierarzt gehen und den
Hund solange behandeln bis das mitgegebene Medikament
aufgebraucht ist. Eine Kontrolluntersuchung abschließend
ist auch zu empfehlen, da häufig kleine Reste im Ohr
übersehen werden und dann über kurz oder lang das
gleiche Spiel von vorne beginnt.
Nie mit
Ohrenstäbchen in die Ohren reingehen!
Zähne
Zahnfleischentzündung , übler Geruch und Zahnstein
sollten behandelt werden.
Krallen
Normalerweise ist es nicht nötig die Krallen zu
schneiden, man sollte sie aber regelmäßig kontrollieren
um eingerissen oder gesplitterte Nägel zu feilen oder zu
schneiden. Die Daumenkrallen müssen von Zeit zu Zeit
gekürzt werden, da diese sich ja nicht abnutzen.
Ballen
Ballenpflege ist vor allem im Winter wichtig. Nach jedem
Spaziergang die Ballen mit warmen Wasser abwaschen,
Haare zwischen den Zehen rausschneiden, damit sich kein
Eis festsetzen kann und vor dem Gassi gehen mit Vaseline
einschmieren.
Analdrüse
Wenn Ihr Hund hinten herum streng riecht, andere Hunde
ihn ständig am After beschnüffeln, er am Boden rutscht
oder sich hinten beißt, dann schauen Sie sich mal die
Analdrüsen genauer an. Diese Drüsen liegen rechts und
links vom After und bilden ein Sekret das mit dem
Stuhlgang normalerweise ausgeschieden wird. Es kann
v orkommen das dieser Abfluss verstopft ist oder
entzündet und somit nichts mehr abfließen kann. Die
Analdrüse schwillt an, wird rot und schaut entzündet
aus. Oft lässt sich der Hund da nicht gerne anfassen
weil es ihm weh tut. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt
zeigen wie man diese Drüse ausdrückt und auf was man
achten muss.
Ausfluss beim Rüden
Hat Ihr Rüde ständig an seinem Penis gelblich, klebriges
Sekret und muss sich häufig schlecken, dann hat er meist
eine Infektion. Das kommt z.B. von ständigem Markieren
oder gesteigertem Geschlechtstrieb, weil gerade alle
Mädels läufig sind und er es ganz wichtig hat. Ständiges
dran rumkauen und schlecken verursacht auch
Entzündungen. Der Hund sollte auf jeden Fall behandelt
werden durch Spülungen oder Ausschäumen.
Ausfluss bei der Hündin
Hat Ihre Hündin Scheidenausfluss nach der Läufigkeit
oder auch so und alle Rüden sind ganz wild hinter ihr
her, gehen Sie bitte zum Tierarzt. Häufig steckt eine
bakterielle Infektion (Baden in brackigem Wasser) oder
auch eine Infektion der Gebärmutter dahinter mit der man
nicht spaßen sollte.
P.S. Auch
kastrierte Hündinnen können Scheideninfektionen bekommen
und müssen behandelt werden.
Ektoparasiten ( Flöhe, Zecken , Milben )
Es ist ratsam je nach Wohnlage und Hundepopulation die
Hunde vorbeugend gegen Flöhe und Zecken zu behandeln.
Gerade wer kleine Kinder hat sollte darauf achten, das
sein Zottelbär nicht zuviel Ungeziefer ins Haus
schleppt. Denn Zecken und Flöhe übertragen Krankheiten.
Beim Tierarzt
gibt es wirksame Spot-on Präparate die sehr gut wirken
und für den Menschen unschädlich sind. Halsbänder sollte
man bei engem Kontakt mit seinem Hund nicht anwenden.
Falls ihr
Hund Flöhe haben sollte, können Sie das ganz einfach
feststellen. Schauen Sie am Bauch und den Schenkeln nach
kleinen roten Punkten und nach Flohkot. Dieser wird beim
anfeuchten rot. Viele Beardies regieren schon bei einem
Flohbiss mit einer Flohallergie und extremen Juckreiz.
Bitte bald behandeln, denn ein Floh legt ca. 50 Eier am
Tag die nach ca. 14 Tagen schlüpfen und gut bis zu einem
halben Jahr ohne Wirt überleben können.
Hat Ihr Hund
viele Zecken, dann hilft nur das betroffene Gebiet
meiden und wenn dies nicht möglich ist beim Tierarzt ein
entsprechendes Spot-on zu besorgen. Zecken gibt es von
März bis Nov.
Wenn Ihr Hund
Milben hat, unverzüglich zum Tierarzt. Die Behandlung
wird sonst sehr langwierig und auch oft schmerzhaft für
den Hund. Milben sind oft ansteckend. Sarkoptesräude ist
auch auf den Menschen übertragbar
Hautauffälligkeiten
Wie Haarausfall, Hautveränderungen, übermäßiges Kratzen,
übler Hautgeruch, sind alles Hinweise auf Hautprobleme.
Warten Sie nicht zu lange mit Ihrem Tierarzt Besuch. Die
Regel sagt, je länger Sie warten, umso länger die
Behandlung.
Die hier
bestehende Info-Seite wird noch erweitert werden.
Sollten Sie zu irgend einem Thema fragen haben, können
Sie sich gerne an mich wenden.
(Ilona
Schneider)

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